Zuzahlungen

Zuzahlungsregelungen seit dem 01. Januar 2004

Der Gesetzgeber hat beschlossen, die Zuzahlung zum 1. Januar 2004 zu erhöhen. Dadurch sollen die Eigenverantwortung der Versicherten für ihre Gesundheit gestärkt und die gesetzliche Krankenversicherung finanziell entlastet werden.

Dazu müssen Sie mit Beginn des Jahres 2004 auch in der Apotheke Ihren Beitrag leisten. Wir sind durch die Beschlüsse des Deutschen Bundestags zur Gesundheitsreform gesetzlich verpflichtet, Zuzahlungen von unseren Kunden zu erheben.

Diese Summe fließt in voller Höhe zur Minderung der Ausgaben an die jeweilige gesetzliche Krankenkasse und verbleibt nicht in der Kasse der Apotheke.

Zuzahlungsbeträge

Arzneimittel
Entscheidend für die Höhe der Zuzahlung ist der Arzneimittelpreis:





Hilfsmittel
Die Regelung für Arzneimittel gilt grundsätzlich auch für Hilfsmittel.

Für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel gilt eine Zuzahlung von 10 Prozent des Preises, jedoch höchstens 10 Euro für den Monatsbedarf je Indikation.

Praxisgebühr
Für einen Arztbesuch ohne Überweisungsschein müssen Sie seit 1. Januar 2004 einmal im Quartal 10 Euro bezahlen. Bekommen Sie vom ersten Arzt im Quartal Überweisungsscheine für einen anderen Arzt ausgestellt, so müssen Sie dort nicht noch einmal bezahlen. Überweisungen darf jeder Arzt ausstellen, also auch die Fachärzte. Sie müssen vorab keinen anderen Arzt oder Hausarzt aufsuchen.

Die Praxisgebühr muss auch in Notfällen und bei Aufsuchen der Notfallambulanzen in den Krankenhäusern gezahlt werden. Ohne Zuzahlung ist eine Behandlung nur in bedrohlichen Notfällen möglich, die Gebühr muss dann jedoch nachträglich bezahlt werden.

Für Vorsorgeuntersuchungen fällt nur dann keine Praxisgebühr an, wenn diese Vorsorgeuntersuchung ein Teil der Leistungen Ihrer Kasse ist. Verschiedene wichtige Vorsorgeuntersuchungen wie Hautkrebsvorsorge oder Glaukomvorsorge werden in den meisten Gebieten Deutschlands jedoch von keiner Kasse übernommen.

Krankenhausaufenthalte
Die Regelung für Arzneimittel gilt grundsätzlich auch für Krankenhausaufenthalte.

Massagen etc.
Die Regelung für Arzneimittel gilt grundsätzlich auch für Massagen etc.

Worauf Sie achten sollten

Zuzahlungsbefreiung und Zuzahlungsobergrenzen

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind weiterhin von jeder Zuzahlung befreit.
Alle anderen Befreiungsbescheinigungen haben zum 1. Januar 2004 ihre Gültigkeit verloren.

Neue Zuzahlungsbefreiungen werden erst erteilt, wenn der Patient einen bestimmten Eigenanteil p.a. bereits geleistet hat. Die Summe aller Zuzahlungen, die Sie während eines Jahres zu leisten haben, darf zwei Prozent Ihres Jahreseinkommens nicht überschreiten. Bei chronisch Kranken beträgt diese Obergrenze ein Prozent. Jeder Kranke muss also zunächst 2% (bei chronisch Kranken 1 %) seines jährlichen Einkommens für Praxisgebühren und Zuzahlungen ausgeben, erst danach kann er für den Rest des Jahres von den Gebühren befreit werden.

Sind Sie eventuell bereits befreit ?

Einen genaueren Überblick hierzu, verschafft Ihnen unser Zuzahlungsrechner.

Belege sammeln – Sammelbelege

Sollte sich die Summe Ihrer Zuzahlungen den gesetzlich festgelegten Obergrenzen nähern, sollten Sie sich unbedingt an Ihre Krankenkasse wenden. Diese ist gesetzlich dazu verpflichtet, Sie kostenlos zu beraten.

Für die Befreiung werden Einkünfte und Gebühren der ganzen in einem Haushalt lebenden Familie zusammengezählt. Es liegt in Ihrem eigenen Interesse, alle Belege für Ihre Zuzahlungen bei Arznei- und Hilfsmitteln, bei Arztbesuchen, Krankenhausbehandlungen und anderen medizinischen Aufwendungen sorgfältig zu sammeln und aufzubewahren.

Es bieten sich auch Sammelbelege aus unserer Apotheke an, welche Sie oftmals besonders dann erhalten können, wenn Sie eine



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